Computer Games
Spiele werden immer vielfältiger. Sie lassen uns virtuelle Situationen durchleben, Strategien ausprobieren, neue Ideen entwickeln und mit- oder gegeneinander agieren. Dabei sind der Gedankenaustausch mittels Computer und neue Arten des Beisammenseins mittlerweise genau so wichtig wie das Spiel selbst. Spiele dienen aber nicht nur zum Zeitvertreib. Sie helfen beim Erlernen sozialer oder fachlicher Kompetenzen, der Erprobung neuer Technologien und dem Überwinden kultureller Barrieren.
Games, Games Engineering und Informatik
Die atemberaubende Entwicklung der Spiele basiert auf einem rasanten Fortschritt der Informatik und der modernen Computertechnologie. Grafik und Sound gewinnen an Realitätstreue. Die Komplexität der simulierten Welten und erzählten Geschichten nimmt zu. Neue Sensorik ermöglicht ganz neue Arten der Interaktion. Zudem werden Spiele nicht mehr nur allein zuhause vor dem Bildschirm gespielt. Mit dem Handy können wir überall an Online-Games teilnehmen. Hervorragende Informatikkenntnisse sind daher erforderlich, um diese Technologien zu verstehen und mit ihnen umgehen zu können. Spieleingenieure und -ingenieurinnen haben aber nicht nur die Technik im Blick, sondern auch die Menschen, die damit umgehen.
Der Bachelorstudiengang "Informatik: Games Engineering"
Im Studiengang werden Kenntnisse in Computergrafik, Simulation, künstlicher Intelligenz, Interaktion, Game Engine Design und mobilen internet-basierten Social Games vermittelt. Praktiken nutzer-zentrierter Spieleentwicklung werden geübt. In jedem Semester nehmen die Studierenden an einem Spielepraktikum oder -projekt teil. Geplant ist, diese in engem Kontakt mit Firmen und mit den international renommierten Forschungslabors der TUM-Informatik durchzuführen. Zusätzlich steht eine große Palette an Wahlveranstaltungen und überfachlichen Grundlagen zur Verfügung, die sich ideal mit einem Auslandssemester verbinden lassen. Neben den Games-orientierten Veranstaltungen gibt es eine breite und intensive Basisausbildung in Informatik.
Unser Motto: Kreativität durch Heterogenität
Spiele werden von Menschen aller Altersklassen, beider Geschlechter und diverser kultureller Hintergründe gespielt. Wir möchten in diesem Studiengang eine heterogene Gruppe von Studierenden zusammen bringen, die ihre unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen über diese Aspekte austauscht und daraus kreatives Potenzial schafft.
Bewerbungsanforderungen
Wir suchen junge, motivierte Menschen, die sich gerne auch mal länger mit logischen Rätseln beschäftigen. Man benötigt keine Vorkenntnisse in Informatik, muss aber die Fähigkeit mitbringen, Probleme zu erkennen, zu verstehen und effiziente Lösungen dafür anzustreben. Eine gewisse Affinität zur Mathematik sollte ebenso vorhanden sein wie naturwissenschaftliches Interesse und Fähigkeiten in Deutsch und Englisch.
Das Games Engineering verlangt darüber hinaus Kreativität und Phantasie, Interesse an Design-Fragestellungen und Nutzer-zentrierten Ansätzen. Dieses Interesse geht einher mit individuellen Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation, Kooperation und Teamfähigkeit.
Zukunftsperspektiven
Der Spielemarkt boomt. Bei allen Entwicklerstudios herrscht darum ein großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Bereich "Informatik: Games Engineering". Unter dem Schlagwort "Serious Games" finden Spielekonzepte außerdem zunehmend Eingang in Wirtschaftszweige wie den Automobil-, Flugzeug- und Anlagenbau, Medizin, Banken und Management. Diese Industrienähe wird im Rahmen des Studiengangs durch Firmenbeteiligungen an Projekten und Bachelorarbeiten gepflegt. Die Bachelorabsolventen können anschließend in den Masterstudiengang "Informatik" oder diverse andere Masterangebote der Fakultät für Informatik der TU München wechseln.











