Fakultät Informatik

12.02.08

Die Antarktis zu Fuß durchqueren – ganz so wie Softwareprojekte erfolgreich managen

Konferenz für Softwaretechnik an der TU München

Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren vom 18. bis 22. Februar 2008 auf der Konferenz „Software Engineering 2008“ (SE 08) in München und Garching über aktuelle Trends und Anwendungen in der Softwareentwicklung. Konferenzthemen sind unter anderem Qualitätssicherung, Wissensmanagement, sicherheitskritische Systeme und Software-Engineering im Automotive-Bereich. Der Lehrstuhl für Angewandte Softwaretechnik von Informatikprofessor Bernd Brügge der TU München organisiert die Tagung. Veranstalter ist der Fachbereich Softwaretechnik der Gesellschaft für Informatik e.V.

„Die Welt um den Softwareingenieur ist agil: Die Entwicklung läuft in immer kürzeren Zeiträumen, Anforderungen und Lösungsansätze ändern sich ständig und die Projekte finden oftmals verteilt auf der ganzen Welt statt“, sagt der Leiter der Konferenz Bernd Brügge. „Gleichzeitig muss die hohe Qualität im Auge behalten werden.“ Entsprechend werden auch die Methoden und die Werkzeuge der Softwareentwicklung angepasst.

Beispiel Wissensmanagement in verteilter Entwicklung: Sitzen die Softwareentwickler in verschiedenen Ländern und arbeiten zu unterschiedlichen Zeiten, müssen bei der Verwaltung von Wissen neue Wege gegangen werden. Klassische Methoden wie Seminare oder persönliche Gespräche verlieren an Bedeutung. Intelligente Softwareentwicklungsumgebungen sollen den Programmierer unterstützen. Die Idee: Löst ein Softwareingenieur ein Problem, lernt das System mit. Steht später ein anderer Entwickler an einem anderen Ort vor der gleichen Schwierigkeit, assistiert ihm das System und offeriert Lösungsansätze.

Ein weiteres Beispiel: Testautomatisierung. Trotz schneller Entwicklungszyklen muss die Qualität gewährleistet sein. Dazu fahren die Entwickler zahlreiche Testläufe mit dem fertigen Softwareprodukt und prüfen die Funktionstüchtigkeit. Dieses permanente Testen der Software geschieht zunehmend automatisiert. Fragen der Skalierbarkeit und Priorisierung sind in der wissenschaftlichen Diskussion.

Der Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein Schwerpunkt der Konferenz. Am 20.2.08 stellen Unternehmensvertreter von Siemens, Wacker Chemie, Accenture, Microsoft, Audi, SAP, sd&m, T-Systems und CoreMedia aktuelle Probleme und Anwendungen aus der Praxis vor. Vom 21.-22.2.08 findet der wissenschaftliche Teil der Konferenz statt und wird eröffnet mit dem Festvortrag von David Parnas, einem Pionier aus den Anfängen des Software Engineerings.

Der Polarforscher Arved Fuchs spricht während des Konferenzdinners über die verblüffenden Ähnlichkeiten von Expeditionen und Softwareprojekten. Fuchs leitete zahlreiche Expeditionen und erreichte zu Fuß den Nord- und Südpol.

Tutorien und Workshops: 18.-19.2.08 im Gebäude der Fakultät für Informatik, Boltzmannstr. 3, 85748 Garching

Industrie-Forum und wissenschaftliche Tagung: 20.-22.2.08 im Audimax der TU München, Arcisstraße 21, 80333 München

Hauptredner: Prof. David Lorge Parnas „Connecting Good Theory to Good Practice“

Weitere Informationen:  http://se2008.in.tum.de/

Medienvertreter sind herzlich willkommen!

Kontakt
Walid Maalej
Technische Universität München
Fakultät für Informatik
Lehrstuhl Angewandte Softwaretechnik
Boltzmannstraße 3
85748 Garching
Tel. 089/289-18230
 maalejw(at)in.tum.de

während der Tagung
Uta Weber
Technische Universität München
Fakultät für Informatik
Lehrstuhl Angewandte Softwaretechnik
Boltzmannstraße 3
85748 Garching
089/289-28163
 weber(at)cdtm.de

 

Ansprechpartner

Ursula Eschbach

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 eschbach(at)in.tum.de

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