Fakultät Informatik

24.02.2016

Chancen der digitalisierten Fabrik nutzen

Deutsche und US-Experten vereinbaren in Washington gemeinsame Ziele zu Industrie 4.0

Vertreter von Wissenschaft und Wirtschaft aus Deutschland und den USA haben bei einem Workshop in Washington Ziele für die Zusammenarbeit bei Industrie 4.0 vereinbart. Einer der Vorsitzenden der Veranstaltung war Professor Manfred Broy, Emeritus der Fakultät für Informatik und Gründungspräsident des Zentrums Digitalisierung Bayern. 

 

Die beiden Länder wollen künftig bei der Modellierung zuverlässiger Systeme und Infrastrukturen zusammenarbeiten. Auch streben sie eine Kooperation bei Querschnittsthemen des Internet der Dinge an, insbesondere bei Standardisierung, Zertifizierung und der weiteren Erforschung lernfähiger und autonomer Systeme. Zur praktischen Erprobung von Erkenntnissen werden Fallstudien vorgeschlagen – etwa bei Themen wie Produktion, Gesundheit, Mobilität oder der Zukunftsstadt. Weiteres Ziel ist der Austausch zu Lehrplänen und Studiengängen im Bereich Industrie 4.0. Hier geht es darum, Inhalte aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik früher und stärker miteinander zu verbinden. 

 

Der zweitätige Workshop wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Botschaft in Washington und der amerikanischen National Science Foundation (NSF) veranstaltet. An ihm nahmen mehr als 50 hochkarätige Experten aus Deutschland und den USA teil. Neben zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen waren auch Unternehmen wie SAP, Bosch, Infineon, Cisco, General Electric und General Motors vertreten. 

 

Die beiden deutschen Vorsitzenden des Workshops sehen vielversprechende Ansätze für die Zusammenarbeit mit den USA. "Der Workshop zeigt, dass es zu Industrie 4.0 und cyber-physischen Systemen eine Vielzahl interessanter Forschungsfragen gibt, sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der Anwendung. Deshalb ist es so wichtig und sinnvoll, international zu kooperieren", sagte Manfred Broy. Peter Liggesmeyer, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern, sagte: "Sowohl im privaten wie im öffentlichen Sektor findet durch die Digitalisierung ein umwälzender Wandel statt. Indem Deutschland und die USA ihre Kräfte bündeln, ebnen sie den Weg, das riesige wirtschaftliche Potenzial des Internets der Dinge zu erschließen."

 

 

Mehr zum Workshop

 

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

 

 

 

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