Fakultät Informatik

Integreat App

Geflüchtete in der Fakultät für Informatik

Im Rahmen des  Gasthörerprogramms der TUM können Geflüchtete seit dem Wintersemester 15/16 in der Fakultät für Informatik in Absprache mit der Studienfachberatung Vorlesungen besuchen. Dieses Programm führt nicht zu einem Abschluss (Bachelor/Master), sondern dient in erster Linie dazu, sich im deutschen Hochschulsystem zu orientieren und zu integrieren bzw. auch um eigene Interessen auszukundschaften.

Im Wintersemester 16/17 sind von insgesamt über 250 Gasthörerinnen und Gasthörer an der TUM 42 in der Informatik im Gasthörerprogramm für Geflüchtete eingeschrieben. Die Zahlen sind im Vergleich zum Sommersemester 2016 um 25% gestiegen. Auch der Anteil der Gasthörerinnen im Programm steigt. Die Informatik ist somit die Fakultät mit dem zweitgrößten Anteil an Gasthörern innerhalb TUM. Die meisten Gasthörerinnen und Gasthörer stammen aus Syrien und eine weitere größere Gruppe aus Afghanistan.

Die Gruppe wird von der Studienfachberatung in akademischen Belangen engmaschig betreut. Dazu gehören beispielsweise umfassende Beratungsgespräche zu Veranstaltungen in der Informatik vor Beginn der Vorlesungszeit, intensive Betreuung während des Semesters durch regelmäßige Treffen und gemeinsames Ausloten der Möglichkeiten zum regulären Bachelor- bzw. Masterstudium in der Informatik.

Projekte der Fakultät für Informatik

Integreat

mit Tür an Tür e.V., Informationsplattform für Geflüchtete

Prof. Krcmar hat gemeinsam mit dem Augsburger Verein Tür an Tür e.V. sowie mit einigen Mitarbeitern/innen und Studenten/innen das Projekt Integreat ins Leben gerufen. Das Ziel: sie bauen eine Informationsplattform für Flüchtlinge auf. Flüchtlinge finden dort Informationen über medizinische Versorgung und über Sprachkurse. Ein flexibles Content-Management-System auf Basis von Wordpress ermöglicht es, einfach unterschiedliche Informationen für verschiedene Städte und Kommunen in mehreren Sprachen bereitzustellen. Im November startete Integreat in Augsburg, mit weiteren Kommunen wie Bad Tölz oder Regenburg wird an der Einführung gearbeitet.

Kontakt: Manuel Wiesche,  wiesche(at)in.tum.de
Weitere Informationen unter  http://integreat-app.de/

 

Volunteer App

mit Jürgen v. Bergmann

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer App zur Koordination der Flüchtlingsarbeit der Helfer sowie der Terminierung, dem Abruf von Helfern etc.; speziell für die Helfer der Kirchengemeinde Christuskirche Neuhausen, die sich für die Kurzeitunterbringung von ca. 100 alleinstehenden Jugendlichen und für eine Einrichtung für ca. 180 Personen (meist Familien, die auf ihre Anerkennung als Flüchtlinge warten oder schon seit Jahren als anerkannte Flüchtlinge dort leben müssen, weil sie keinen anderen Wohnraum finden) engagieren.

Kontakt: Felix Michel,  michelf(at)in.tum.de und Bernhard Waltl,  b.waltl(at)tum.de

 

Aktionstag mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten am  16.02.2016

Basierend auf der Programmiersprache Python wurden verschiedene Lernspiele entwickelt, welche an diesem Tag zusammen mit den Geflüchteten getestet werden.

Deutschlernspiele

Die Spielsituation am PC oder Smartphone ermöglicht es den Jugendlichen, die Wörter und Begriffe korrekt ausgeschrieben zu sehen und sich anhand von Bildern einzuprägen. Da keine „Zwischensprache“ benutzt wird, kann es auch nicht zu Verwechslungen kommen (z.B. schlechte Kenntnisse der englischen Sprache führt zu Schwierigkeiten, wenn der Deutschlehrer Englisch zur Kommunikation benutzt). Der Spieler löst anhand der neu gelernten Begriffe Spiele, für die er mit Punkten belohnt wird, was zu einem positiven Lernerlebnis beiträgt. Der Spieler übt in einer „sicheren“ Umgebung in der er sich viel Zeit zum Nachdenken und für seine Antworten lassen kann, im Gegensatz zum echten Leben, wo er schnell antworten und reagieren muss.

Logikspiele

Das Ziel der beiden Spiele ist es, ein gewisses Interesse für die Universität bzw. eine akademische Laufbahn zu bekommen. Es soll den Jugendlichen gezeigt werden, dass Denken und Lernen Spaß machen kann. Somit wird die Verbindung zu wichtigen Themen der Universität auf einer entspannten aber gleichzeitig interessanten Ebene hergestellt. Nicht zuletzt, sollen die Jugendlichen natürlich auch einen schönen Tag erleben, der ihnen auch danach noch positiv im Gedächtnis bleibt.

Vermittelt werden diese Ziele durch ein hohes Maß an selbstständigem Arbeiten und ausprobieren. Es wird den Jugendlichen die Verbindung der Spiele und der Themen zu den Studiengängen der Studierenden aufgezeigt, und somit, dass diese auch tatsächlich relevant für die Studiengänge sind.

Kontakt: Robert Heininger,  heininger(at)in.tum.de

 

Spielerisch Deutsch lernen

Studierende entwickeln halloDeutsch App

Deutsch lernen ganz ohne Vokabel- und Grammatikbuch – mit der halloDeutsch App lässt sich die deutsche Sprache selbständig, multimedial und spielerisch einüben. Die App hilft nicht nur Geflüchteten bei ihrem Start in die neue Sprache. TUM-Informatikprofessor Rudolf Bayer initiierte das Projekt und Johannes Ismair sowie Robin Jespersen entwickelten die App im Rahmen von Bachelorarbeiten.

Die App erzeugt viele syntaktisch korrekte und semantisch sinnvolle deutsche Sätze mithilfe einer formalen Grammatik und unterscheidet sich so von allen anderen Apps. Zudem meistert sie die Grammatik und die Benutzer lernen Deutsch interaktiv wie ein Kind anhand von vielen Beispielen und der Korrektur von Fehlern. Die halloDeutsch App ist um mehrere abwechslungsreiche Spiele ergänzt, um die Lernenden zu motivieren und ein sofortiges Feedback zu geben.

Detaillierte Infos und Anleitungen für Lernende und Lehrende (deutschPaten)


App im Google Play Store

 

Informationen für Geflüchtete zum Gasthörerprogramm der TUM

Allgemeine Informationen zum  Gasthörerprogramm für Geflüchtete, Teilnahmebedingungen und Beratung für Interessierte

Akademische Beratung für eingeschriebene GasthörerInnen in der Informatik erfolgt durch die  Studienfachberatung.

Allgemeine Informtaionen zum Studium in Deutschland

Informationen zu den Themen  Studieren und Leben in Deutschland