Fakultät Informatik

Informationen für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung

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© Johannes Hirsekorns (Hochschule Anhalt), Plakat „Bereichernd“, 3. Platz beim 26. Plakatwettbewerb (2012) des Deutschen Studentenwerks zum Thema „Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit“

Behinderungen und chronische Krankheiten sind so vielfältig, wie die Menschen selbst. Ob es sich um eine erkennbare körperliche Behinderung, eine Gehbehinderung oder organische Krankheit, die von außen nicht beobachtbar sein muss, eine sogenannte Teilleistungsstörung, wie Legasthenie, eine psychische Erkrankung oder eine Seh- oder Hörbehinderung handelt. Auf die individuellen Bedürfnisse der mehr oder weniger in ihrem universitären Leben beeinträchtigten Studierenden muss Rücksicht genommen und damit gerechtere Studienbedingungen geschaffen werden.

Informationen für Studierende

  • Erste Anlaufstelle für Studierende in der Fakultät für Informatik ist die Fakultätsbeauftragte für chronisch kranke und behinderte Studierende: Vivija Simić. In einem vertraulichen Beratungsgespräch werden geeignete und individuelle Maßnahmen zum Ausgleich von Nachteilen im Informatikstudium besprochen. Dem Gespräch folgt meist ein Antrag auf  Nachteilsausgleich. Die Fakultät Informatik ist äußerst bestrebt etwaige Nachteile aus dem Weg zu räumen.
  • Die TUM bietet auch eine Servicestelle für behinderte und chronisch kranke Studierende und Studieninteressierte an: Herr Alain M.G. Kathola.
  •  Inklusion an der TUM

Allgemeine Informationen vom Deutschen Studentenwerk:

Nachteilsausgleich im Studium

Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen fällt es oft schwer, den geforderten Workload eines Semesters zu bewältigen. Außerdem können Beeinträchtigungen dazu führen, dass bestimmte Prüfungsleistungen nicht in der geforderten Art und Weise abgelegt werden können. Es besteht auch unter anderem eine Möglichkeit, fehlende Anwesenheit durch kompensatorische Leistungen auszugleichen. Außerdem können Nachteilsausgleiche in Form von z.B. mehr Zeit bei Prüfungen beantragt werden.

Bitte nehmen Sie bezüglich eines Nachteilsausgleiches rechtzeitig vor Beginn der Vorlesungszeit Kontakt mit der Fakultätsbeauftragten für chronisch Kranke und behinderte Studierende auf.

Die rechtlichen Grundlagen und den Antrag auf Nachteilsausgleich finden Sie auf  TUM Nachteilsausgleich. Zusätzlich zum ausgefüllten Antragsformular ist ein detailliertes ärztliches Gutachten/Attest, welches den Antrag entsprechend unterstützt, und ggf. eine Kopie des Schwerbehindertenausweises persönlich in der Sprechstunde der Fakultätsbeauftragten für chronisch kranke und behinderte Studierende abzugeben.

Nach erfolgreicher Bearbeitung des Antrags und Erhalt des Genehmigungsschreibens, in dem nur die Art des Nachteilsausgleiches, nicht jedoch der gesundheitliche Hintergrund festgehalten wird, informiert der/die Antragssteller/in die Dozenten in der ersten Vorlesungswoche darüber, in dem das Schreiben entsprechend vorgelegt wird. Die Gewährung des Nachteilsausgleiches wird nicht im Zeugnis erwähnt.

Fördermöglichkeiten: Studium und Promotion

Barrierefreier Zugang

  • Mathematik/Informatik
    • Das Gebäude ist barrierefrei vom Park & Ride Parkplatz im Osten durch den Osteingang und von der U-Bahn durch den Nordeingang zugänglich. Der Südeingang in der Nähe der Bibliothek hat ebenfalls eine Rampe und ist somit barrierefrei. Vom Schotterparkplatz im Westen ist das Gebäude nur über Treppen zu erreichen. 
    • Das gesamte Gebäude, wie auch die  Bibliothek, sind mit Aufzügen ausgestattet.
    • In jedem Stockwerk (EG, 1., 2. und 3.) gibt es behindertengerechte Toiletten in den Fingern 7 und 8. Die Toilette im Erdgeschoss Finger 8 ist zusätzlich mit einem Notfallknopf ausgestattet. Die Toilette im EG Finger 7 ist nur mit dem Euro-Behinderten-WC-Schlüssel zu öffnen.
    • Die Hörsäle MI HS 2 und 3 im Gebäude sind durch den Keller erreichbar. Am besten benutzen Sie den Aufzug bei Finger 6, neben dem Pförtner. Der Hörsaal MI HS 1 ist von der Magistrale (EG) und über den Keller gut erreichbar.
    • Bei der Fachschaft (Finger 6) und dem Servicebüro Studium (Finger 10) befinden sich automatische Türöffner.
  • Interimshörsäle: Zugang zum Gebäude von Osten (Park & Ride Parkplatz) durch eine automatische Tür (ganz links) per Knopfdruck zu öffnen. Im EG gibt es eine Behindertentoilette (Raum 006). Die Hörsäle Interims 1 und 2 sind über den Flur 020 barrierefrei zugänglich.
  • Barriererfreier Zugänge der Fakultät  Maschinenwesen
  • Behindertengerechte Toiletten und barrierefreie Zugänge am  Stammgelände

Informationen für Lehrende

Häufig werden Studierende mit Beeinträchtigung nicht als Studierende mit besonderen Bedürfnissen wahrgenommen. Insbesondere nicht sichtbare Beeinträchtigungen, wie beispielsweise innere Erkrankungen oder  Hörbeeinträchtigungen, können leicht übersehen werden. Auch Studierende mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen haben nicht immer die gleichen Chancen, dem regulären Studienbetrieb zu folgen, wie ihre nicht beeinträchtigten Kommilitoninnen und Kommilitonen. Zur Situation von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit gibt es eine Erhebung aus dem Jahr 2011:  BEST - beeinträchtigt studieren. Diese Erhebung spiegelt die Erfahrungen der Befragten in deutschen Hochschulen und Universitäten wider.

Ein wichtiger Punkt ist, den Studierenden zu signalisieren, dass die Bereitschaft da ist, durch Beeinträchtigung entstandene Nachteile auszugleichen und die Studierenden zu ermutigen, ihre Beeinträchtigung in einem vertraulichen Gespräch mit der Fakultätsbeauftragten für chronisch kranke und behinderte Studierende zu benennen.

In der Regel kommen Studierende, die einen Nachteilsausgleich gewährt bekommen, mit einer entsprechenden Bestätigung vom Prüfungsausschuss in der ersten Vorlesungswoche auf Sie zu, um den Ausgleich mit Ihrer Unterstützung geltend zu machen. Ein typisches Beispiel für einen Nachteilsausgleich ist eine Verlängerung der Bearbeitungszeit bei schriftlichen Prüfungen. Falls Sie Fragen zur organisatorischen Umsetzung des Nachteilsausgleichs haben, können Sie sich jederzeit an die Fakultätbeauftragte wenden.

Lehrende finden in folgender Broschüre Informationen und Hinweise zur besonderen Situation von Studierenden mit chronischer Krankheit bzw. Behinderung:  Hinweise für Lehrende.

Benötigen Sie Beratung oder Unterstützung wenden Sie sich bitte an die Fakultätsbeauftragte für chronisch kranke und behinderte Studierende.

Blinde Studierende

Gestaltung von barrierefreien Dokumenten

  • Für Formeln ist LaTex die beste Wahl, für blinde Studierende zum Selbststudium ist die  Informatikseite empfehlenswert.
  • Für große Prgramme sind folgende blindenspezifische Texteditoren unter Windows besonders zweckmäßig:  Notepad++, alternativ auch  PsPad
  • Als Screenreader wird  JAWS (= Job Access With Speech) empfohlen, funktioniert sehr gut mit Office-Dokumenten. Seit JAWS 17 wird außerdem MathML gut unterstützt, jedoch vor allem nur mit der Sprachausgabe (das 'Abhören' komplexerer Formeln und Arbeiten damit ist daher unter Umständen eine große (zusätzliche) Konzentrations-Herausforderung.
  • Ausführliche Informationen zur  Sicherstellung der Barrierefreiheit von Office-Dokumenten
  • Erstellung von barrierefreien  Word-Dokumenten
  • Erstellung von barrierefreien  Powerpoint-Dokumenten
  • Aus barrierefreien Office-Dokumenten können ganz einfach barrierefreie PDF Dokumente erstellt werden: Datei, "Speichern unter..." und dort als Dateityp PDF auswählen. Die Strukturen werden dann erhalten, wenn in Optionen die Checkbox für "Dokumentstrukturtags für Eingabehilfen" eingeschaltet wird. Wichtig ist, dass die Überschriften, Aufzählungen, Hyperlinks usw. sowie Bildbeschreibungen im Word- oder PowerPoint-Dokument, wie auf obigen  Webseiten beschrieben, selber enthalten sind.
 

Kontakt

Studienfachberaterin, zusätzliche Aufgabe: Fakultätsbeauftragte für chronisch kranke und behinderte Studierende
Sibylle Roden-Kinghorst

01.08.039
 s.roden-kinghorst(at)in.tum.de

+49 89-289-17296

Sprechstunden


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Servicestelle für behinderte und chronisch kranke Studierende und Studieninteressierte

 Herr Alain M.G. Kathola

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 Studieren mit Behinderung