Fakultät Informatik

Daniela Steidl, studiert Informatik (Master) im 2. Semester. Die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit stellte sie auf einer Konferenz vor.

Waikiki Beach, Honolulu, Hawaii – ein wunderschöner Fleck und ideal zum Schnorcheln, die Sonne zu genießen und tropische Berge zu erklimmen. Aber noch viel interessanter, um in der Nähe des Strandes nach Klonen zu suchen und im Takt des Meeresrauschens die Notwendigkeit und Nützlichkeit von Clone Management zu hinterfragen. Mit diesem Thema hatte ich mich schon in meiner Bachelorarbeit beschäftigt und hatte nun die Chance, meine Arbeiten auf der Konferenz ICSE 2011 zu präsentieren.

Vor einem Jahr, im Sommersemester 2010, begann ich an meiner Bachelorarbeit dem Thema„Index-basierte Erkennung von Modellklonen“ zu arbeiten. Mit Hilfe meines Betreuers Benjamin Hummel (Lehrstuhl Software and System Engineering) versuchte ich, in Matlab-Simulink Modellen Klone zu finden. An sich keine neue Idee. Allerdings gelang es uns, erstmalig einen inkrementellen Ansatz zu entwickeln, der effizient genug ist, um Klonerkennung auch in der Praxis – auf Modellen mit hunderttausend Knoten – durchzuführen. Dies war ein neues Forschungsergebnis, das ich im Rahmen des 5. Internationalen Workshops on Software Clones auf der Konferenz ICSE 2011 in Hawaii vorstellte.

Der Workshop zum Thema Software Clones war mit ca. 40 Teilnehmern der größte Workshop der Konferenz –für mich eine Herausforderung, dort als Studentin die Ergebnisse meiner Arbeit vorzustellen. Und eine einmalige Gelegenheit. Ich lernte, den eigenen Ansatz ansprechend zu präsentieren, sich kritischen Fragen souverän zu stellen und andere von meinen Ergebnissen zu überzeugen. Außerdem war es sehr aufschlussreich, die eigene Arbeit in einem größeren Kontext zu sehen und mit Wissenschaftlern aus aller Welt überzukünftige Forschungsrichtungen zu diskutieren.

Ermöglicht wurde mir die Teilnahme an der Konferenz durch die Unterstützung der TU München, der Firma Sigsoft und von Professor Manfred Broy. Finanziert wurde der Aufenthalt aus einem Förderprogramm, das durch Studienbeiträge ermöglicht wird.