Fakultät Informatik

Erfahrungen: Michaela Ranner, studiert im 4. Semester Informatik (MSc.) an der TUM

Ich studiere mittlerweile seit fünf Jahren hier an der TU München Informatik und kann nur sagen, dass es mir von Jahr zu Jahr besser gefällt und ich auch jetzt noch immer neue Facetten an der Universität entdecken kann.

Ich entschied mich für ein Informatikstudium, da ich mich für das strategische Lösen von Problemen interessierte, so wie es in der Mathematik üblich ist, wobei mir aber reine Mathematik als Studienfach zu eintönig und schwierig vorkam. Außerdem fand ich schon immer Computer und Technik spannend. Informatik erschien mir die perfekte Mischung.

Vom Ablauf und den Inhalten des Studiums hatte ich zu Beginn wenig Ahnung, wusste aber durch mein familiäres Umfeld, wie vielfältig die Berufsfelder nach einem abgeschlossenen Informatikstudium sein können, gerade wenn man von einer renommierten Universität kommt. Das lockte mich hierher an die TU München.

In den ersten Semestern gefiel mir, dass man erst einmal die Grundlagen lernt, viele Fachgebiete vorgestellt bekommt und man sich dann auf Grund dieser Informationen sehr gut für die Vertiefung einer bestimmten Fachrichtung im weiteren Studium entscheiden kann. Dazu kommt die Vielfältigkeit der Seminare und Praktika, die mir die Möglichkeit gaben, viele Einblicke in die Lehrstühle und ihre Tätigkeiten bzw. Arbeitsweisen zu bekommen.

Das Highlight meines Bachelorsstudiums war definitiv die Teilnahme an dem Projekt  DOLLI (Distributed Online Logistic and Location Infrastructure) in meinem fünften Semester. In diesem Projekt bearbeiteten 50 Studenten ein reales Softwareproblem, das von der Flughafen München GmbH gestellt wurde. Während des Semesters arbeiteten wir zu Hause und an der Uni, zum Abschluss bekamen wir Büroräume am Flughafen und arbeiteten dort zwei Wochen lang Vollzeit, um das Projekt fertigzustellen. Die Präsentation der Ergebnisse fand schließlich vor vielen interessierten Flughafenmitarbeitern statt und sogar einer der drei Geschäftsführer erwies uns die Ehre seiner Teilnahme. Durch die Projektarbeit lernten wir alle Ebenen des Software Engineering kennen – also das Planen und Erstellen von Software. Ob effizientes Projektmanagement, das Einarbeiten in neue Technologien und Systeme oder die professionelle Zusammenarbeit mit Kunden, alles war Teil des Praktikums. Man sieht also, dass das Informatikstudium an der TU München nicht nur aus theoretischen Teilen besteht, sondern auch die praktische Anwendung wichtig ist.

Nicht nur die breitgefächerte Fachausbildung, sondern auch die Vielzahl der Zusatzangebote, an denen man teilnehmen kann, begeistern an diesem Studium. Im Rahmen eines  Seminars lernte ich zum Bespiel, wie man eine Geschäftsidee entwickelt und damit dann eine Firma gründen kann. In Sprachkursen erweiterte ich meine Fremdsprachenkenntnisse und durch Gastvorträge und Messen auf dem Campus konnte ich mir ein Bild über die Arbeit von InformatikerInnen in der freien Wirtschaft machen und mögliche zukünftige Arbeitgeber kennenlernen. Und das sind nur einige der vielen Chancen, die man hier während seines Studiums ergreifen kann.

Auch die Möglichkeit, als studentische Hilfskraft an der Universität zu arbeiten, habe ich genutzt. Ich arbeite im Moment für die Studienberatung und für das  Informatik-Forum Frauen (IFF). Gerade durch meine Tätigkeit für das IFF konnte ich einen Eindruck bekommen, was es bedeutet, als WissenschaftlerIn an einer Universität zu arbeiten. Während des Semesters treffen sich die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und interessierte Masterstudentinnen zum Mittagessen beim sogenannten Lunch Meeting. Dort berichten geladene Referentinnen z.B. über ihre Arbeit in der Informatik. Durch das Forum kann man schon frühzeitig Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen und sich so über die neuesten Entwicklungen informieren.

Die vielen positiven Erfahrungen, die ich hier während meines Studiums machen konnte, zeigten mir immer wieder, dass ich für mich den richtigen Studiengang und die richtige Universität ausgewählt habe.

Da ich mich nach meinem Masterstudium noch nicht von der Universität verabschieden möchte, werde ich, wenn möglich, meine Ausbildung hier an der Informatikfakultät mit einem Doktor/PhD fortsetzen. Und ich denke auch, dass das zeigt, wie gut es mir hier gefällt.

Falls das alles jetzt Lust auf mehr gemacht hat, kann ich nur empfehlen, einfach mal persönlich auf einen Besuch vorbeizukommen oder sich hier auf den Seiten weiter zu informieren.

Viele Grüße,
Michaela