Fakultät Informatik

Bewegungserkennung in Echtzeit

Prof. Dr. Daniel Cremers, Martin Oswald, Frank Steinbrücker, Eno Töppe, Thomas Windheuser

Lehrstuhl für Computer Vision & Pattern Recognition

Ort: Magistrale

Lassen Sie sich von einer Kamera filmen. Aus den Bildern der Kamera werden live Ihre Bewegungen errechnet und auf dem Bildschirm farblich dargestellt. Außerdem können die Wissenschaftler der Computer Vision Group das Bild von Ihnen vom Hintergrund abtrennen und vor einem veränderten Hintergrund anzeigen.

Mitdenkende Umgebungen – Wie leben wir in zehn Jahren?

Prof. Dr.-Ing. Georg Carle, Marc-Oliver Pahl

Lehrstuhl für Netzarchitekturen und Netzdienste

Ort: Magistrale

In unserer unmittelbaren Umgebung befinden sich zahlreiche elektronische Geräte. Diese begleiten uns im Alltag merklich oder unmerklich.
In einem unserer Forschungsprojekte untersuchen wir, wie sich die Technik um uns herum so verbinden lässt, dass sie uns im Alltag noch stärker unterstützt. Es wird möglich, dass sich die Technik im Haus der Zukunft den Vorlieben der jeweiligen Personen anpasst: Bewegungsmelder registrieren beispielsweise die Ankunft des Bewohners  und schon geht das Licht an, die Heizung wird wärmer und das der CD-Player spielt das Lieblingslied ab.
Durch die Kooperation der vorhandenen und neuen Geräte lassen sich zahlreiche Komfortfunktionen umsetzen, die heute so nicht möglich sind. Zusätzlich kann das neu entstandene Kontrollnetz zu anderen erwünschten Effekten wie der Einsparung von Energie durch zielgerichtetes Ein- und Ausschalten von Verbrauchern führen. Auch die Sicherheit eines Gebäudes kann verbessert werden, da nun mehr Sensoren zur Wahrnehmung der Umwelt für eine Alarmanlage zur Verfügung stehen.
In unserer Vorführung möchten wir Ihnen unter anderem unsere abgebildete Benutzerschnittstelle zum Steuern eines zukünftigen intelligenten Hauses vorstellen. Sie werden Gelegenheit haben einige aktuelle Ergebnisse unserer Forschung direkt auszuprobieren.

Die Zukunft des Automobils – Prototypen mobiler Dienste im Auto

Prof. Dr. Helmut Krcmar, Maximilan Pühler, Michael Schermann, Benjamin Schwering

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik

Ort: Magistrale

Sie stehen im Stau und werden deshalb den anstehenden Geschäftstermin verpassen. Doch bevor Sie zum Handy greifen, hat ein mobiler Dienst bereits ihren digitalen Kalender mit den Staunachrichten abgestimmt und Ihrem Gesprächspartner eine E-Mail geschickt, dass Sie leider den Termin verschieben müssen. Am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik arbeiten Wissenschaftler an einem Baukasten für mobile Dienste. Sie haben Komponenten in einer Modellierungssprache beschrieben; auf Wunsch wählt man bestimmte Teile aus und es wird automatisch daraus ein Java-Code generiert. So entstand der Dienst zur Terminabsage in Folge eines Staus. Während der Langen Nacht der Wissenschaften können Sie selbst Ihren mobilen Dienst basteln.
Außerdem erfahren Sie mehr über mobile Dienste für Elektroautos, die die Forscher in Zusammenarbeit mit Audi entwickeln. So kann beispielsweise über das iPhone der Ladezustand einer Elektrobatterie geprüft werden.
Während der Langen Nacht der Wissenschaften können Sie zudem eine Simulationssoftware bedienen, die die Breitbandnetzverfügbarkeit für das mobile Netz auf einer bestimmten Route mit einer bestimmten Auslastung berechnet. Und schließlich setzen Sie sich in einen Audi und lassen Sie sich von einem Avatar (virtuelle Person) die Bedienung des Autos erklären.

eE-Tour Allgäu – Modelle und Algorithmen für effiziente Elektromobilität

Dr. Martin Sachenbacher, Dr. Martin Leucker, Andreas Artmeier, David Ciechanowicz, Patrick Durold, Julian Haselmayr, Daniel Quinger

Lehrstuhl für Software & Systems Engineering
Lehrstuhl für kognitive und wissensbasierte Systeme

Ort: Magistrale

Im Rahmen des Projekts eE-Tour Allgäu, das Teil der Initiative Informations- und Kommunikationstechnologie für Elektromobilität der Bundesregierung ist und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, werden ab Mitte 2010 etwa 40 Elektrofahrzeuge in der Region unterwegs sein und Betriebs- und Nutzungsdaten sammeln. Wir stellen unser Teilprojekt vor, in dem es darum geht, Fahrzeug-, Nutzer- und Topologieinformationen in mathematischen Modellen abzubilden, darauf basierend die Reichweite einzelner Elektrofahrzeuge zu prognostizieren und zu optimieren, sowie die Auswirkungen der Integration der Fahrzeugflotte in das Energieversorgungsnetz zu analysieren.  

Aus der wunderbaren Welt der numerischen Simulation

Prof. Dr. Hans-Joachim Bungartz, Prof. Dr. Thomas Huckle, Marion Bending, Martin Buchholz, Daniel Butnaru, Wolfgang Eckardt, Dr. Tobias Neckel, Dirk Pflüger 

Lehrstuhl für Informatik mit Schwerpunkt Wissenschaftliches Rechnen

Ort: Magistrale

Wir bieten Vorführungen von Computeranimationen und interaktiven Programmen, die Methoden, Ergebnisse und Einsatzmöglichkeiten der Simulation technisch-wissenschaftlicher Prozesse auf dem Rechner aufzeigen.

Bitte lächeln – Mimikerkennung durch den Computer

Prof. Dr. Bernd Radig, Prof. Michael Beetz,  Ph.D., Martin Eggers, Thomas Kisler, Christoph Mayer, Zahid Riaz

Fachgruppe: Intelligente, autonome Systeme

Ort: Magistrale

Die Kommunikation zwischen Menschen läuft auf verschiedenen Ebenen ab. Neben der gesprochenen Sprache spielen auch Köpersprache und Emotionen eine große Rolle. Die Interaktion mit einem Computer beschränkt sich heutzutage aber weitgehend auf die Tastatur und den Bildschirm. Mit der Anbindung von Kameras an den Rechner eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Interaktion, wie beispielsweise Kommandos durch Gesten. Wir zeigen heute auf der Langen Nacht der Wissenschaften wie ein Computerprogramm mithilfe einer Kamera menschliche Mimiken erkennen kann.
Es werden dabei die verwendeten Techniken und die Vorgehensweise präsentiert und demonstriert. Erwachsene und Kinder können in einem experimentellen Aufbau die Erkennung von Emotionen spielerisch erleben.

Interaktive Computer Grafik

Lehrstuhl von Prof. Dr. Rüdiger Westermann für Computer Grafik und Visualisierung

Ort: Mulitmediaraum 00.13.009 A (Erdgeschoss, gegenüber Bibliothek)

Visualisierungssysteme im Ingenieurwesen, Computerspiele, Flugsimulatoren und moderne Chirurgiesimulatoren; sie alle verwenden interaktive Techniken der Computer Grafik. Im Rahmen der  Langen Nacht der Wissenschaften präsentiert der Lehrstuhl für Computer Grafik und Visualisierung zahlreiche eigene Entwicklungen aus diesen Bereichen.

Die interaktive Kamera – Echtzeitverfolgung von Menschen und Objekten

Prof. Dr.-Ing. Alois Knoll, Dr. Giorgio Panin, Suraj Nair

Lehrstuhl für Robotics and Embedded Systems

Ort: Magistrale

Roboter übernehmen immer mehr Serviceaufgaben für den Menschen. Dazu ist es erforderlich, dass sie mit hoher Präzision arbeiten. Greift ein Roboter nach einem Objekt, muss er exakt erkennen, wo sich das Objekt im Raum befindet und mit welcher Neigung. Wissenschaftler am Lehrstuhl für Robotik und eingebettete Systeme beschäftigen sich in verschiedenen Forschungsprojekten mit dem 3D-Tracking:

3D-Gesichtserkennung und Verfolgung: Mit Hilfe eines 3D-Kopfmodells kann die Position und Ausrichtung des Gesichts in Echtzeit erkannt und visualisiert werden. Die Ergebnisse können für verschiedene Anwendungen in der Mensch-Maschine-Kommunikation verwendet werden.

Bei dieser Demonstration wird ein Objekt (im Schaubild das Buch) im Raum frei bewegt. Mittels 3D-Tracking wird die Bewegung verfolgt und damit die Position und Rotation des Objekts anhand seiner Konturen unter Verwendung eines geometrischen Modells bestimmt. Die virtuelle Animation (im Schaubild das Auto) hilft dabei, die exakte Positionsbestimmung zu kontrollieren. Diese Methode ist auch dann anwendbar, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern oder Teile der Oberfläche verdeckt werden.
Letztendlich ist die Idee, eine Softwarebibliothek für Trackinganwendungen (OpenTL) zu entwicklen. Ziel ist es, durch allgemeine Angaben, wie 3D-Modelle oder visuelle Verfahren (z.B. Kanten, Farben), komplexe Systeme nach dem Baukastenprinzip herzustellen.

Supercomputing

Prof. Dr. Michael Gerndt, Anca Berariu, Marcel Meyer

Lehrstuhl für Rechnertechnik und Rechnerorganisation / Parallelrechner- architektur

Ort: Magistrale

Supercomputer, also Rechner der jeweils höchsten Leistungsklasse, werden in Forschung und Industrie zur Durchführung komplexer Simulationen eingesetzt. Die hohe Rechenleistung ergibt sich aus der parallelen Bearbeitung einer Aufgabe durch viele tausend Prozessoren. Im Rahmen der Ausstellung wird der sich ergebende Geschwindigkeitsvorteil anhand der Berechnung der Mandelbrotmenge, eines so genannten „Apfelmännchens“, demonstriert. Für die Berechnungen wird das neue Hochleistungsrechencluster des Instituts für Informatik verwendet.

Social Tagging – Die Nutzer ordnen das Web

Prof. Dr. Florian Matthes, Dr. Thomas Büchner, Christian Neubert, Alexander Steinhoff

Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme

Ort: Magistrale

Neben der Tatsache, dass Nutzer selbst Inhalte erstellen können, ist ein wesentliches Merkmal des Web 2.0, dass diese Inhalte auch über die Vergabe von Schlagwörtern – auch bekannt als Tags – selbst von den Nutzern geordnet und somit besser auffindbar gemacht werden können (zum Beispiel Fotos, Lesezeichen oder Blogeinträge). Das hat den Vorteil, dass jeder Nutzer sein eigenes Vokabular verwenden kann und nicht in ein vorgegebenes Klassifikationsschema gezwängt wird, wie etwa bei Verwendung einer vorgegebenen Ordnerstruktur. Andererseits entstehen so aber auch neue Herausforderungen. Beispielsweise dass Suchergebnisse nicht vollständig sind, weil bei der Verschlagwortung nicht einheitlich dieselben Begriffe verwendet wurden oder Tags verwendet werden, die mehrere Bedeutungen haben, wie zum Beispiel "golf".
An unserem Ausstellungsstand wird ein am Lehrstuhl für Softwareengineering betrieblicher Informationssysteme (sebis) entwickeltes Werkzeug vorgestellt, das helfen kann, diese Probleme zu lösen, indem es den Benutzer unterstützt, auf einfache Weise große Mengen von Tags zu ordnen und zu vereinheitlichen, die von vielen verschiedenen Nutzern vergeben wurden.

Personalisierte Medizin - Bioinformatik hilft Medikamente maßzuschneidern

Prof. Dr. Burkhard Rost, Tobias Hamp, Dr. Laszlo Kajan, Dr. Marco Punta, Christian Schäfer, Dr. Andrea Schafferhans

Lehrstuhl für Bioinformatik

Ort: Magistrale

Die Unterschiede zwischen verschiednen Menschen betreffen nicht nur unser Aussehen oder unsere Talente, sondern auch die biochemischen Prozesse, die in unseren Zellen ablaufen. Daher reagieren verschiedene Menschen auch unterschiedlich auf das gleiche Medikament. Die Vision der Genom-Forschung ist es, für jeden Menschen die relevanten Unterschiede herauszufinden, und jedem das für ihn passende Medikament zu finden. Die Bioinformatik hilft, die ungeheuer große Menge gesammelter Daten zu strukturieren und die relevanten Teile herauszufiltern. Wir wollen Ihnen zeigen, welche Daten gesammelt werden, wie man sie visualisieren kann und was man daraus für die Entwicklung von Medikamenten lernen kann.

 

Programm der Fakultät für Informatik