Fakultät Informatik

01.06.07

SEE 2007: Konferenz für Software & Systems Engineering in München

Richtige Wahl: Wie grenzen sich Vorgehensmodelle ab

175 IT-Verantwortliche und Prozessingenieure diskutieren vom 4. bis 6. Juni 2007 in München auf der „Software & Systems Engineering Essentials Konferenz 2007“ (SEE 2007) über Vorgehensmodelle, Prozesse und Techniken bei der Software- und Systementwicklung. Neben dem V-Modell XT – das maßgeblich an der TU München mitentwickelt wurde – werden andere Standards und Methoden in der Softwareentwicklung vorgestellt und miteinander verglichen.

Entwickler beherrschen die Komplexität ihrer Aufgaben durch Vorgehensmodelle – eine Art Handlungsplan, der den Softwareentwicklungsprozess in Abschnitte mit klar definierten Ergebnissen unterteilt und bestehende Standards berücksichtigt. Die Auswahl an Vorgehensmodellen ist groß; hinzu kommen verschiedene Methoden und Standards wie CMMI®, HERMES, ITIL®, PRINCE2, V-Modell®XT. „Anwender finden sich nur schwer in diesem Dickicht zurecht. Die Wahl eines geeigneten Vorgehensmodells kann für den Projekterfolg entscheidend sein“, sagt Konferenzveranstalter Dr. Marc Sihling von der 4SOFT GmbH. Die SEE 2007 zeigt auf, was die einzelnen Standards und Methoden leisten können, wie sie sich ergänzen und voneinander abgrenzen.

Ein Schwerpunkt der Konferenz wird das Vorgehensmodell V-Modell XT sein, der Vorgehensstandard für die Entwicklung von IT-Systemen des Bundes. „Die Konferenz wird der Frage nachgehen, wie sich das V-Modell XT seit der Einführung im Februar 2005 in der Praxis etabliert hat. Unsere Erfahrungen sind positiv: Die Anwender profitieren von einer weitreichenden Anpassbarkeit und Flexibilität“, sagt Informatikprofessor Manfred Broy von der TU München. Ein neues V-Modell-XT-Release soll Mitte des Jahres erscheinen. Dann wird auch eine englische Version verfügbar sein.

Veranstaltet wird die SEE 2007 vom Softwaredienstleister 4SOFT GmbH und Prof. Dr. Andreas Rausch – Projektleiter bei der Entwicklung des V-Modells XT – von der TU Clausthal.

 

4. - 6. Juni 2007

 „Software & Systems Engineering Essentials Konferenz 2007“ (SEE 2007)

Vorgehensmodelle, Prozesse und Techniken des Software & Systems Engineering

Ort: nh Hotel München Dornach, Einsteinring 20, 85609 Aschheim-Dornach, München

Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen unter  http://2007.see-conf.de/

Über das V-Modell XT – der Entwicklungsstandard für IT-Systeme des Bundes

Das V-Modell XT ist in Behörden und vielen Unternehmen eine Richtschnur für die Organisation und Durchführung von IT-Vorhaben. Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy vom Institut für Informatik der TU München und Prof. Dr. Andreas Rausch vom Institut für Informatik der TU Clausthal entwickelten gemeinsam mit den Industriepartnern EADS Deutschland GmbH, Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering, IABG mbH, Siemens AG und 4Soft GmbH diesen Entwicklungsstandard. Das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr (IT-AmtBw) und die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) im Bundesministerium des Innern gaben den Auftrag mit einem Gesamtvolumen von 4 Millionen Euro. Das V-Modell XT setzt sich als Standard zunehmend durch: Neben dem Bundesministerium des Innern schreibt auch die Landesregierung in Bayern das V-Modell bei der Entwicklung von IT-Projekten verbindlich vor. Außerdem wurde es für die IT-Projektarbeit in der Bundeswehr eingeführt. Das V-Modell kann unter  www.v-modell-xt.de kostenfrei heruntergeladen werden. Nähere Informationen:
 www.v-modell-xt.de/

 

Ansprechpartner

Ursula Eschbach

01.12.061
 eschbach(at)in.tum.de

+49 89-289-17828

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