Fakultät Informatik

31.07.02

Internationales Flair im Allgäu

Sommerschule Marktoberdorf zieht Informatiker aus der ganzen Welt an


Vom 31.7.2002 bis 10.8.2002 treffen sich in der Allgäuer Kreisstadt Marktoberdorf Informatiker aus allen Kontinenten der Erde zur Sommerschule Marktoberdorf. Jungwissenschaftler diskutieren mit der Weltspitze der Informatik auf dem Gebiet der formalen System- und Softwareentwicklung. In diesem Jahr stehen mathematische Verfahren in der Softwareentwicklung im Mittelpunkt. Das Institut für Informatik der Technischen Universität München veranstaltet zum 23. Mal diesen Kongress mit finanzieller Unterstützung des NATO Science Committee.

85 Teilnehmer aus 29 Nationen, darunter beispielsweise aus dem Sudan, Kolumbien, Russland und Kanada, wurden ausgewählt. Die (angehenden) Doktoren besprechen an 55 Vortragsstunden aktuelle wissenschaftliche Ansätze, suchen die Kooperation und nutzen den Aufenthalt zum Kontaktaufbau mit Wissenschaftlern aus Hochschule und Industrie. Manche sehen die Sommerschule auch als Karrieresprungbrett. Unterstützend wirkt hierbei das Konzept der Initiatoren: Anstatt nach dem Vortrag abzureisen, verbringen die zwölf Referenten aus Industrie, Universitäten und Forschungseinrichtungen ebenfalls zehn Tage vor Ort und stellen sich tagsüber wie abends den Diskussionen. Die Dozenten genießen weltweites Ansehen. Prof. Amir Pnueli und Prof. C.A.R. Hoare sind Träger des Turing Awards, der „Nobelpreis für Informatiker“.

Mit dem diesjährigen thematischen Schwerpunkt „Modelle, Algebra und Logik zur Softwareentwicklung“ wird die Sommerschule Marktoberdorf der Tatsache gerecht, dass die Mathematik für die Softwareentwicklung unentbehrlich ist. Anwender erwarten von einer Software ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit, gerade wenn es sich um sicherheitskritische Systeme handelt und Menschen¬leben davon abhängen wie etwa bei der Flugzeugnavigation. Komplexe Softwaresysteme bestehen aus hunderttausenden Programmzeilen. Mathema¬tische Modellierung und die Methoden aus der Algebra und Logik helfen, die entwickelte Software auf ihre Korrektheit zu überprüfen. So wird nicht nur die Funktionsfähigkeit sichergestellt, sondern auch die Kosten/Nutzen-Optimierung.

 

Ansprechpartner

Ursula Eschbach

01.12.061
 eschbach(at)in.tum.de

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