Mayr, Ernst W.


Prof. Ernst W. Mayr wurde am 15. Januar 1997 in Bonn mit dem mit 1,5 Millionen DM dotierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet.

Die Informatik hat, nach Prof.Broy und Prof.Hirzinger, damit den dritten Leibniz-Preisträger.

Der Preis wurde seit 1986 insgesamt 139 mal verliehen. Ziel des Leibniz-Programms ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern. Beim Einsatz der Mittel wird den Preisträgern größtmögliche Freiheit eingeräumt.

In der Pressemitteilung der DFG heißt es: „Ernst Mayr wird zur internationalen Spitzengruppe der theoretischen Informatiker gerechnet. Seine Publikationen enthalten zahlreiche wichtige Ergebnisse von der reinen Mathematik bis zur Programmentwicklung für parallele Rechner. Mit einem seiner Doktoranden konnte Ernst Mayr das Paradigma des Divide-and-Conquer-Algorithmus fast ohne Geschwindigkeitsverlust auf den Hyperwürfel und einige verwandte Computernetze übertragen, was von hoher praktischer Bedeutung ist. Auf sequentiellen Rechnern hat sich dieses Paradigma der Zerlegung des Gesamtproblems in Teilprobleme als sehr hilfreich erwiesen, und es ging darum, ob es für eine große Zahl vernetzter Computer ebenso erfolgreich verwendet werden kann, ohne die Lösungsgeschwindigkeit zu reduzieren.

Ernst Mayr verbindet umfangreiches Wissen in Informatik, reiner Mathematik und Logik mit großer Arbeitskraft und Motivationsfähigkeit für seine Mitarbeiter und Studenten. Von ihm werden noch viele originelle und bedeutende Arbeiten zur Theorie des Parallelrechnens und zur Computeralgebra erwartet.“