Teilen: COVID-19 Real-Time Tracking

Online-Service für Forschung, Journalisten, Unternehmen


Um Daten zu Corona-Fällen auf Landkreis-Ebene in Deutschland in Online-Dienste (z.B. Apps oder Websites) zu integrieren benötigt man die Informationen der einzelnen Gesundheitsämter. Häufig werden dort Fallzahlen aber nur in Pressemitteilungen, PDFs oder auf der Webseite veröffentlicht und nicht über eine Programmierschnittstelle (API). Dies macht die Integration und damit auch die Verbreitung von aktuellen Fallzahlen sehr aufwändig.

Im Umfeld des Lehrstuhls für Software Engineering betrieblicher Systeme (Prof. Florian Matthes) stellt das TUM Spin-off "Fusionbase" der Öffentlichkeit einen Datensatz mit allen bekannten COVID-19 Fällen auf Landkreis-Ebene zur Verfügung. Die Daten werden von den Webseiten der jeweiligen Gesundheitsministerien der Länder bezogen und sind damit aktueller als die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Sobald ein Gesundheitsministerium neue Zahlen veröffentlicht, werden diese dem Datensatz hinzugefügt. Der Datensatz ist als Zeitreihe aufgebaut, sodass sich auch die Entwicklungen verfolgen lassen. Neben der Anzahl der Fälle ist jedem Landkreis der offizielle Allgemeine Gemeindeschlüssel (AGS), der jeweilige NUTS-Code und Koordinaten hinzufügt, sodass die Daten schnell und einfach visualisiert werden können. Der Datensatz kann in verschiedene Formate (CSV und JSON) exportiert, sowie direkt über eine API abgefragt werden.

Link zum Datensatz:

https://www.fusionbase.io/covid19-germany

Fusionbase hat sich darauf spezialisiert, öffentliche Daten für Entwickler und Analysten aufzubereiten und verfügbar zu machen. Öffentliche Daten können demographische Daten von Behörden sein, aber auch solche zu Naturkatastrophen oder Terroranschlägen, die von NGO's oder Universitäten erhoben werden. Industrieunternehmen und Versicherungen verwenden die Daten von Fusionbase um Lieferketten zu überwachen oder Risiko-Profile von Ländern und Regionen zu erstellen.