Fakultät Informatik

Interview Marcus Fienhold

Marcus Fienhold hat den Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik an der TU München absolviert und arbeitet seit Ende 2006 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers AG als Seniour Consultant im Bereich Enterprise Architecture und IT Effectiveness.

Herr Fienhold, warum haben Sie sich für diesen Studiengang beworben, was hatten Sie vorher studiert?

Ich habe bereits während der Schulzeit, als Werkstudent, Unternehmer und im Internet-Boom der Jahrtausendwende viel im IT-Bereich gearbeitet und vielfältige Berufs- und auch Führungserfahrung gesammelt. Im Jahr 2001 entschloss ich mich jedoch, meine Praxiserfahrung auf ein theoretisches Fundament zu setzen und begann ein Informatik-Studium an der TU München. Nach fünf Semestern war ich bereits fertig und habe mich nach einer weiteren Qualifizierung umgeschaut. Der Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik kam mir da gerade recht, vor allem wegen der wirtschaftlichen Aspekte. Zusätzlich gefiel mir, dass der Studiengang nur drei Semester dauerte und straff organisiert war.

Wie läuft das Eignungsfeststellungsgespräch/ Auswahlverfahren? Haben Sie Tipps für interessierte e-fellows?

Die Bewerbung für diesen Masterstudiengang ist recht umfangreich und bedarf einer gewissen Vorbereitungsphase. Zunächst sollten interessierte Studenten sich darüber klar werden, warum sie diesen Master absolvieren möchten. Dazu gehört auch, über die eigenen Stärken und Schwächen Bescheid zu wissen. In der schriftlichen Bewerbung wird dann dieses Interesse ausgedrückt und im anschließenden Gespräch vertieft. Dabei haken die Professoren schon mal genau nach, man muss sich also der Argumentation sicher sein. Da dieser Studiengang sehr praxisorientiert ist und viel auf konkrete Fälle Bezug nimmt, sind berufliche Erfahrungen von Vorteil.

Wie würden Sie die Atmosphäre an der Fakultät für Informatik beschreiben?

Anders als das Klischee vielleicht suggeriert, sitzen die Studenten dort nicht den ganzen Tag in dunklen Räumen vor flimmernden Bildschirmen. Es herrscht ein reger Wissensaustausch und die Studenten arbeiten viel in Teams zusammen. Dadurch entsteht eine hervorragende Lernumgebung. Es gibt immer jemanden, der sich mit einer bestimmten Thematik auskennt, man findet immer jemanden, den man fragen kann. Das habe ich für meinen Lernerfolg als sehr unterstützend empfunden.

Wie haben Sie den Praxisbezug erlebt – bereitet er auf den Beruf vor?

Da die Organisatoren des Masterstudiengangs erheblichen Wert auf Praxisnähe gelegt haben, bereitet er sehr gut auf den Beruf vor. Die berufsspezifische Focussierung zeigt sich im regen Kontakt zu Unternehmen und darin, dass viele Dozenten aus der Praxis Vorlesungen halten. Regelmäßig werden praktische Fälle besprochen. Vor allem zwei Veranstaltungen haben mir dabei sehr gut gefallen. Zum einen die "Challenges for the CIO", in der ein Vertreter aus der Praxis das Berufsbild genau erläutert hat, Praxisbeispiele erklärte und aus dem Nähkästchen des Berufsalltags plauderte. Dadurch lernte man, wie IT-Abteilungen und Unternehmen ticken.

Zum anderen hat mir die Vorlesung von Professor Bichler über Unternehmensberatungen, die Cases und Benchmarks behandelte, sehr gut gefallen. Dieser Kurs hat mir persönlich sehr viel gebracht, da ich mich so sehr gut auf meinen Einstieg bei PWC vorbereiten konnte. Insgesamt haben die Dozenten berufliche Perspektiven aufgezeigt, die eine sehr gute Hilfestellung für die spätere Jobwahl waren.

Gibt es auch Dinge, die Ihnen nicht so gut gefallen haben?

Als ich den Studiengang begann, steckte er ja noch in den Kinderschuhen; vieles war organisatorisch noch nicht so ausgereift. Das als Nachteil zu bezeichnen wäre aber vielleicht übertrieben, da dies ja gleichzeitig auch eine sehr große Dynamik und Freiheit der Gestaltung beinhaltete.

Wie ist die Kommunikation unter den Studenten und mit den Dozenten?

Die Kommunikation war ausgezeichnet. Das lag vor allem am niedriegen Betreuungsschlüssel - wir waren ja zu Beginn nur zwei Studenten, mittlerweile sind es rund 30 pro Jahrgang. Wir hatten engen Kontakt zu unseren Dozenten, sie waren jederzeit für uns ansprechbar und standen uns mit Rat und Tat zur Seite.

Wem würden Sie diesen Masterstudiengang empfehlen?

Die Studentenschaft ist sehr gemischt, allen ist aber gemeinsam, dass sie bereits während des ersten Studiums umfangreiche Praxiserfahrung gesammelt haben. Das Masterprogramm kann ich den Studenten empfehlen, die es als Weiterbildungsangebot, als theoretische Vertiefung des bisherigen Praxiswissens ansehen. Es ist nicht als Basisstudium geeignet.

 

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