Hans Kuss verstorben

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Ehemaliger Leitender Akademischer Direktor an der Fakultät für Informatik

✝︎ Hans Kuss (Foto: privat)

Am 24. März 2022 verstarb Diplom-Physiker Hans Kuss, ehemaliger Leitender Akademischer Direktor an der Fakultät für Informatik. Kuss kam 1964 an das Mathematische Institut an der Fakultät für Mathematik, in einer Zeit, als die PERM (Programmierbare Elektronische Rechenanlage München) entwickelt wurde.1978 übernahm er die Leitung des Personal-Servicebüros, zunächst an der Fakultät für Mathematik, 1992 schließlich auch für die neu gegründete Fakultät für Informatik. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter prägte er hierbei maßgeblich die Akademische Selbstverwaltung der Universität. Seine große Erfahrung und sein hervorragendes Wissen, das er in seiner Position erwarb, waren allseits hoch geschätzt. Diese Fähigkeiten brachte Kuss auch als Berater im Team für Personalangelegenheiten des TUM-Präsidenten ein, dessen Sprecher er viele Jahre war. 
Darüber hinaus war Hans Kuss jahrelang für die organisatorische Planung und Durchführung der 1970 gegründeten Sommerschule Marktoberdorf verantwortlich, einem mittlerweile international renommierten Treffpunkt von Spitzeninformatiker*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen.
1984 unterstützte Hans Kuss Friedrich L. Bauer bei der Gründung der Ferienakademie im Sarntal, deren organisatorischer Leiter er bis 1995 war. Seine akribische und zuverlässige Vorbereitung und Planung garantierten stets den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, wodurch er das besondere Ansehen der Universität öffentlichkeitswirksam mehrte und maßgeblich zum Erfolgsmodell der Ferienakademie beitrug: Mittlerweile ist sie die älteste und größte Einrichtung ihrer Art an der TUM und in Deutschland.
Schon früh war Hans Kuss bemüht, den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine „Plattform“ zu bieten, die frei von Ideologien und politischen Einflüssen in den Bayerischen Universitäten war. Ehemalige Kollegen beschreiben seine von christlicher Ethik geleitete Tätigkeit sowie sein zurückhaltendes Wesen als vorbildhaft. Stets habe er sich in den Dienst der Sache gestellt und wurde als treuer Wegbegleiter wahrgenommen, bis er sich 2002 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. 
Sein überdurchschnittliches Engagement wurde aber nicht nur von Kolleg*innen und Wegbegleiter*innen hoch geschätzt: 1999 erhielt Hans Kuss das Verdienstkreuz am Bande, die höchste deutsche Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl.