Rund 3,3 Millionen Euro für neuen Forschungsverbund ForDaySec „Sicherheit in der Alltagsdigitalisierung“

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Schlüsselthema Cybersicherheit

Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Zugleich wächst die Bedrohung krimineller Angriffe auf die digitale Infrastruktur dramatisch. Deshalb fördert das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den bayerischen Forschungsverbund ‚ForDaySec – Sicherheit in der Alltagsdigitalisierung‘ mit rund 3,3 Millionen Euro. Die Koordinierung des Verbunds, dessen Förderung vom Wissenschaftsministerium mit rund 820.000 Euro pro Jahr im Zeitraum von April 2022 bis März 2026 geplant ist, liegt bei der Universität Passau als Sprecherhochschule. Beteiligt sind zudem bislang die Universität Bamberg, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die TUM (Prof. Claudia Eckert, Lehrstuhl für Sicherheit in der Informatik) sowie die Universität der Bundeswehr München als assoziiertes Verbundmitglied.
Der Forschungsverbund will bestehende Aktivitäten im Bereich der Cybersicherheit stärker zusammenzuführen und vernetzen. Dadurch wird die Schlagkraft der Forschung in Bayern erhöht. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Industrie- und Handelskammern, einschlägigen Clustern und Plattformen wird außerdem der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis gestärkt. 
Das Alleinstellungsmerkmal von ForDaySec ist die zielgerichtete, interdisziplinäre Erforschung neuartiger technischer Verfahren für die Cybersicherheit privater Haushalte, kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie der öffentlichen Verwaltung. Forscherinnen und Forscher aus Informatik, Soziologie und Rechtswissenschaft erarbeiten gemeinsam Technologien für die Absicherung des digitalen Alltags. Forschungsinhalt ist zugleich deren nachhaltig wirkende Einbettung in bestehende Systeme, die nicht beliebig ver nderbar sind, da zum Beispiel keine neue Software aufgespielt werden kann.
Mit diesem Ziel erforscht ForDaySec neben Lösungen zur Erhöhung der Sicherheit für Hard- und Software spezielle Sicherheitskonzepte, die ohne Spezialwissen leicht einsetzbar sein sollen und zugleich die Aspekte des technischen Datenschutzes beachten. Bestandteil der Forschung sind dabei auch rechtswissenschaftliche Arbeiten zu Update-Pflichten sowie soziologische Untersuchungen zur Nutzung von Technik in der alltagspraktischen Anwendung.