Software-Engineering-Preis

2011 |

Jürgens, Elmar

Die Ernst-Denert-Stiftung zeichnete den TUM-Mitarbeiter Dr. Elmar Jürgens für seine herausragende Dissertation  mit dem Software-Engineering-Preis aus. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert und wird für Arbeiten auf dem Gebiet der Methoden, Werkzeuge und Verfahren der Softwareentwicklung vergeben. Außerdem sollte die Dissertation anwendbar und praxisorientiert sein. Der Preis wurde im Rahmen der GI-Jahrestagung 2011 verliehen.

In der Begründung für die Auszeichnung heißt es: „Software-Klone, also identische oder ähnlich Code-stellen, sind Indikatoren für eine mangelhafte Struktur der Software. Vor allem ist es schwierig, diese redundanten Stellen konsistent zu ändern, etwa im Fall funktionaler Erweiterungen oder zur Fehlerbehebung. Jürgens hat vier bei Versicherungen eingesetzte Softwaresysteme auf Klone untersucht und dabei die Vermutung bestätigt gefunden, dass Klone Software fehleranfällig machen und bekämpft werden sollten. Umso mehr überzeugt seine systematische Abhandlung über die Relevanz und Folgen von Klonen. Bemerkenswert ist auch, dass Jürgens nicht nur Klone im Programmcode betrachtet, sondern auch in Spezifikationen und Modellen. Basierend auf neuen Algorithmen hat Jürgens im Rahmen von ConQAT (Continuous Quality Assessment Toolkit) einen Werkzeugsatz aufgebaut zur Erkennung von Klonen, der auch eine anschauliche grafische Darstellung ermöglicht.“