Fakultät Informatik

Software Engineering & Information Systems

Der Cluster beschäftigt sich mit der ingenieurmäßigen Entwicklung von IT-Systemen sowie deren Rolle und Einbettung in ihre technischen, sozio-technischen, ökonomischen, rechtlichen und anwendungsspezifischen Kontexte. Die beteiligten Lehrstühle verbinden theoriefundierte Forschungsmethoden mit Fragestellungen aus der Praxis. Gemeinsam wollen die Clustermitglieder die Qualität softwareintensiver Systeme erhöhen und verfolgen deren effektive und effiziente Nutzbarmachung für konkrete Anwendungsdomänen.

Wissenschaftler mit Schwerpunkt

  • Prof. Bernd Brügge
  • Prof. Helmut Krcmar
  • Prof. Florian Matthes
  • Prof. Alexander Pretschner

Wissenschaftler/innen mit Beteiligung

  • Prof. Martin Bichler
  • Prof. Anne Brüggemann-Klein
  • Prof. Alfons Kemper
  • Prof. Burkhard Rost
  • Prof. Helmut Seidl

Aktuelle Aktivitäten

Enterprise Architecture Management

  • Kontinuierliche Weiterentwicklung des sebis EAM Pattern Katalogs ( EAMPC und  EAMPC V2)
  • Analyse der Nutzung von Big-Data Architekturen in der Praxis 
  • Methoden und Modelle zur Generierung von Architekturempfehlungen für Softwareprojekte (AMELIE)
  • Diversitäts- und Komplexitätsmetriken für Anwendungslandschaften ( APM und  CALM3)
  • Multi-Level Monitoring und visueller Leitstand zur Verbesserung der Qualität von Unternehmensarchitekturmodellen. ( TUMLLCM Monitoring auf der sebis-Website und  TUMLLCM Monitoring auf der Projektwebseite)
  •  EAM-Wissensplattform    

Social Software Engineering

Die Entwicklung von modellbasierten Plattformen für die IT-Unterstützung kollaborativer Anwendungen umfasst:

  • Wissensintensive kollaborative Prozesse ( Darwin)
  • Crowd-Sourcing und Crowd-Innovation 
  • Zusammenarbeit in Inkubatoren und Akzeleratoren ( InCoBate)
  • Semantische Analyse und Management von Normbeständen wie Verträgen oder Gesetzen ( Lexalyze)
  • Interaktive Visualisierungen von qualitativen und quantitativen Modellen ( Spreadsheet 2.0,  Penelope)

Cyberphysische Systeme gelten als nächste Evolutionsstufe eingebetteter Systeme und als technische Basis für die „Vierte Industrielle Revolution“, die in Deutschland von der Bundesregierung im Rahmen der Hightech-Strategie als Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ vorangetrieben wird.

Cyberphysische sozio-ökonomische Systeme werden zur Laufzeit neu zusammengesetzt. Garantien über ihr Verhalten können deswegen nicht immer zur Designzeit gegeben werden. Wenn dann unerwünschte Verhaltensweisen auftreten, müssen Systeme bei der Beantwortung helfen, warum, wann, wo und durch wen unerwünschte Ereignisse stattgefunden haben – wobei „unerwünscht“ nicht immer vorab definierbar ist. Accountability-Infrastrukturen helfen, Kausalitäten für unerwünschtes Verhalten zu identifizieren.

In allen Domänen gibt es wiederkehrende Fehler, die sich historisch ermitteln lassen. Im Safety-Bereich helfen diverse Techniken, potentielle Fehler bzw. potentiell schadhafte Systemverhalten zu identifizieren. Der Security-Bereich verwendet verwandte Techniken. Es wird untersucht, unter welchen Umständen das Wissen um typische wiederkehrende und antizipierte Fehler kosteneffektiv die Qualität von Systemen erhöhen kann.

Exemplarische Projekte

TUM Living Lab Connected Mobility

Zur Unterstützung der digitalen Transformation im Bereich Smart Mobility und Smart City wurde das TUM Living Lab Connected Mobility initiiert, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi) durch das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B), einer Initiative der Bayerischen Staatsregierung. Das Forschungsprojekt bündelt die einschlägigen Forschungs-, Entwicklungs-, und Innovations-Kompetenzen der TU München in der Informatik und in der Verkehrsforschung.    

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Lexalyze

Das Forschungsprogramm Lexalyze ist darauf gerichtet, Synergien zwischen der Rechtswissenschaft und der Informatik zu erschließen. Für alle Bereiche des Rechts – Gesetzgebung, Rechtsanwendung und Vertragsgestaltung – sollen die modernsten Erkenntnisse beider Disziplinen abgeglichen und für innovative Transfers fruchtbar gemacht werden. Ausgangspunkt ist dabei die Erhebung des bisherigen Forschungsbefunds der aus der Rechtswissenschaft heraus betriebenen Rechtsinformatik einerseits sowie der auf rechtliche Daten bezogenen Informatik andererseits. Der neue und besondere Ansatz von Lexalyze besteht darin, dass der interdisziplinäre Transfer nicht durch eine einseitige Grenzüberschreitung (informatikaffiner) Rechtswissenschaftler oder (rechtsaffiner) Informatikwissenschaftler angestrebt wird. Vielmehr sollen Rechtswissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität und Informatiker der Technischen Universität München, die mit grundlegenden Beiträgen “an vorderster Front” in den methodischen Kerndiskursen ihrer jeweiligen Wissenschaft präsent sind, in einen fundamentalen Diskurs treten. Der Diskurs wird begleitet und befruchtet durch kooperierende Wissenschaftler anderer Institutionen sowie durch Partner aus verschiedenen Praxisbereichen des Rechts und der Informatik.

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SocioCortex

Das soziale Informationsmanagement umfasst vielfältige Nutzer, die beim Design und Erstellen von Informationen zusammenarbeiten. Über zehn Jahre Forschung und Kooperation mit Industriepartnern auf diesem Gebiet ermöglichten es, regelmäßig wiederkehrende Probleme zu identifizieren und Lösungsmuster zu erarbeiten. Systeme zum sozialen Informationsmanagement teilen daher einen gemeinsamen Satz allgemeiner Fähigkeiten und Funktionen. SocioCortex integriert diese Funktionen und baut sie als Services in seine Anwendungen ein. So profitieren domain-spezifische Anwendungen, die auf der SocioCortex-Platform basieren, von bewährten Lösungsmustern für verbreitete Probleme beim sozialen Informationsmanagement.

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