Broy, Manfred


Professor Manfred Broy, Ministerpräsident Horst Seehofer; Bildquelle: Bayerische Staatskanzlei

Ministerpräsident Seehofer zeichnete Professor Manfred Broy von der Fakultät für Informatik der TUM am 27.11.2012 mit dem Bayerischen Maximiliansorden aus – der höchsten Würdigung des Freistaats Bayern für außergewöhnliche Leistungen in Wissenschaft und Kunst.

Professor Manfred Broy trägt maßgeblich dazu bei, Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Software-Entwicklung besser zu vernetzen. So ist er einer der wissenschaftlichen Leiter des Forschungs- und Transfer-Institut für Software-intensive Systeme (fortiss), das insbesondere die bayerische Wirtschaft bei der Software-Entwicklung unterstützt. Er forscht auf dem Gebiet der Modellierung und Entwicklung komplexer softwareintensiver Systeme auf wissenschaftlicher Grundlage. Dieser Schwerpunkt wird flankiert durch den Einsatz wohldurchdachter Prozesse, präziser Anforderungsermittlung und -spezifikation, langlebiger flexibler Softwarearchitekturen und moderner Werkzeuge auf Basis mathematischer und logischer Methoden. Zielsetzung ist die Weiterentwicklung der Methoden des Software & Systems Engineering mit Fokus auf Qualitätssicherung und langfristiger Systemevolution.

Nach dem Studium der Mathematik mit Nebenfach Informatik promovierte und habilitierte Prof. Broy an der TUM. 1983 wurde er zum ordentlichen Professor für Informatik an der Universität Passau ernannt und war Gründungsdekan der dortigen Fakultät für Mathematik und Informatik. Seit 1989 ist er Ordinarius für Informatik an der TUM. Prof. Broy ist Gründungsdekan der Fakultät für Informatik der TUM (1992) sowie Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina und der acatech. Er ist Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises der DFG (1994) und Ehrendoktor der Universität Passau.

Der Bayerische Maximiliansorden geht auf eine Gründung von König Maximilian I. aus dem Jahre 1853 zurück. Mit ihm zeichnet der Bayerische Ministerpräsident herausragende Leistungen auf den Gebieten der Wissenschaft und Kunst aus. Bislang wurde der Maximiliansorden an 196 Persönlichkeiten verliehen. Die Zahl der lebenden Ordensträger soll 100 nicht überschreiten.

Laudatio