Celonis SE erhält Deutschen Zukunftspreis 2019

TUM Start-up für Tool "Process Mining" ausgezeichnet


Siegerteam Deutscher Zukunftspreis: (v.l.n.r.) Bastian Nominacher, Martin Klenk, Alexander Rinke.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh den Deutschen Zukunftspreis 2019 an Alexander Rinke, Martin Klenk und Bastian Nominacher. Die drei Ausgezeichneten sind Gründer und Geschäftsführer der Celonis SE mit Sitz in München. Das Team hat die Software "Process Mining" entwickelt. Mit dem Tool lassen sich Unternehmensprozesse über alle Abteilungen, Hierarchieebenen, Regionen und IT-Umgebungen hinweg untersuchen, visualisieren und verbessern. Die Basis für diese neuartige Technologie entwickelten die drei jungen Männer als Studierende der Informatik (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Prof. Helmut Krcmar), des Finanz- und Informationsmanagements und der Mathematik an der TUM und gründeten dann 2011 die heutige Celonis SE als Start-up. Das Team wurde von der TUM Gründungsberatung unterstützt und von einem EXIST-Gründerstipendium gefördert, bei dem die Universität einen Mentor und Arbeitsplätze stellt. 2016 nahm die junge Firma in einer Finanzierungsrunde bereits 27,5 Mio. US-Dollar von den namhaften Investoren Accel und 83North auf. 2018 folgte der Sprung in die höchste Liga: Das Münchner Unternehmen durfte sich "Einhorn" nennen. So werden junge Firmen mit einem Unternehmenswert von mindestens einer Milliarde Dollar bezeichnet. Die jüngste Finanzierungsrunde brachte kürzlich eine Bewertung von 2,5 Mrd. Dollar. Celonis SE beschäftigt jetzt etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mehr als ein Viertel davon kommen von der TUM.
Der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ist eine Auszeichnung für technologisch besonders innovative Forschungsprojekte, die in die wirtschaftliche Umsetzung gelangen und Arbeitsplätze schaffen. Die Ehrung wird jährlich vergeben und ist mit 250.000 EUR dotiert.

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