„Embedded ethics approach“ in der KI-Entwicklung

Interdisziplinäres Team der TUM will Ethik von Beginn an in den Entwicklungsprozess neuer Technologien integrieren

Der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Entwicklung neuer Medizin-Technologien verlangt auch die verstärkte Berücksichtigung ethischer Aspekte. Ein interdisziplinäres Team der TUM spricht sich dafür aus Ethik von Beginn an in den Entwicklungsprozess neuer Technologien zu integrieren. In einem gemeinsamen Pilotprojekt mit zwei Integrativen Forschungszentren der TUM, der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) mit Direktor Professor Sami Haddadin und dem Munich Center for Technology in Society (MCTS) mit Professorin Ruth Müller, will Alena Buyx, Professorin für Ethik in der Medizin und Gesundheitstechnologien und Vorsitzende des Deutschen Ethikrathes, den Ansatz der „embedded ethics“ ausprobieren. Der Vorschlag wurde Ende Juli in Nature Machine Intelligence veröffentlicht.
Ethik soll dabei als fester Bestandteil in den Forschungsprozess integriert werden, indem Ethikerinnen und Ethiker ab Tag eins Teil des KI-Entwicklungsteams sind. Etwa durch regelmäßige Teilnahme Team-Meetings können sie sowohl eine Art "ethical awareness" für bestimmte Themen schaffen, als auch gezielt ethische und soziale Fragen aufwerfen und analysieren.
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