Erwin-Schrödinger Preis

van der Smagt, Patrick

Von li. nach re.: Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Patrick van der Smagt, TU München und DLR, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft

Informatik-Professor Patrick van der Smagt wird ausgezeichnet

Ein Roboterarm reicht einer gelähmten Frau einen Kaffee mit einem Strohhalm an den Mund. Das Besondere: Der Roboter wird allein durch ihre Gedanken gesteuert. Dieses erfolgreiche Experiment war der Höhepunkt jahrelanger Forschungsarbeiten. Dafür erhalten John P. Donoghue vom Brown Institute for Brain Science, Providence/USA, und Patrick van der Smagt, Informatikprofessor an der TUM sowie Leiter einer Arbeitsgruppe beim DLR, den Erwin-Schrödinger Preis 2012. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft für herausragende interdisziplinäre Forschung wurde am 20.9.2012 durch die Helmholtz-Gemeinschaft vergeben.

John P. Donoghue hatte bereits 2005 ein vier Millimeter großes Implantat in das Gehirn der gelähmten Frau eingesetzt. Erforderlich war noch eine Software, die die neuronalen Signale des Gehirns in Kommandos für den Roboterarm umsetzte. Das gelang Patrick van der Smagt mit seinem Team. Mit Hilfe ihrer Software kann der Roboterarms mitsamt seiner Fünf-Finger-Hand komplexe Bewegungen durchführen.

Zukünftig wird sich van der Smagt mit seinem TUM-Team weiterhin auf Entwicklungen von Machine-Learning Methoden und dessen Einsatz für die Steuerung von Robotersystemen für Rehabilitation, Prothetik und Assistenzrobotik konzentrieren.