hackaTUM 2021: Talente, Technik, Ambitionen

Über 1.100 Bewerbungen, zum zweiten Mal im Online-Format

hackaTUM 2019

hackaTUM 2019

Workshop, hackaTUM 2019

hackaTUM 2019

Von Doris Herrmann

Im Jahr 2016 startete der erste offizielle Hackathon "hackaTUM" der Fakultät für Informatik mit 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. 2021 bewarben sich mehr als 1.100 Haecksen und Hacker zum sechsten Programmierwettbewerb an der Fakultät für Informatik, der coronabedingt zum zweiten Mal online vom 19. bis 21. November stattfand. 20 namhafte internationale Unternehmen aus dem IT-Bereich unterstützten als Sponsoren die Veranstaltung finanziell, aber auch mit tollen Preisen wie nagelneuen iPhones und iPads, Nintendo Switch oder DJI Mavic Quadrocopters und vielem mehr.

Zu zehn von den Firmen vorgegebenen "Challenges" sowie in einem "Wild Track", bei dem das Thema frei wählbar war, konnten die Teilnehmenden von Freitag bis Sonntag ihr Können unter Beweis stellen. 140 Projekte wurden eingereicht. Dabei sollten die Teilnehmenden beispielsweise eine App entwickeln, die es einer Einzelperson oder einer Organisation ermöglicht, mit Hilfe von Technologie ihr Nachhaltigkeitsmanagement zu verbessern und so ihre "sustainability journey" zu beschleunigen. Oder für die jungen IT-Talente galt es neue Wege finden, wie sich die Präsentation traditioneller Dashbords und Reports in selbsterklärenden animierten Stories für die Gen-Z Entscheider für morgen optimieren lässt. Wer sich eher für das Thema Mobilität in der Zukunft begeisterte, konnte mit tollen Ideen im Hinblick auf den geplanten Start des Münchner RoboTaxis im Jahr 2022 auf sich aufmerksam machen. Neben den herausfordernden Themen bot der "hackaTUM" aber auch vier Workshops, die den jungen Haecksen und Hackern halfen, ihren Horizont im Rahmen von IoT-Lösungen, der Microsoft Azure Plattform, Sicherheitsarchitektur oder der Entwicklung autonomer Fahrzeuge zu erweitern.

20 Teams wurden von den entsprechenden Unternehmen ausgezeichnet (siehe weiter unten). Es gab aber noch zwei weitere Ehrungen: Die Jury, bestehend aus Prof. Florian Matthes (Lehrstuhl für Software Engineering betrieblicher Informationssysteme, sebis) und Prof. Jörg Ott (BMW-Stiftungslehrstuhl für Connected Mobility) bestimmte als Gesamtsieger das Team "Fitzels". Mit einem unterhaltsamen und geselligen Spiel wollen die Teammitglieder Jonas Jürß, Maria Pospelova, Sébastien Letzelter und Almo Sutedjo Müllprobleme lösen und bei Spielerinnen und Spielern für Gesundheit und Wohlbefinden sorgen. Wie sie ihr Game aufgebaut haben, mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen hatten, auf welche ihrer Leistungen sie besonders stolz sind und was als nächstes geplant ist, beschreibt das Team auf seiner Webseite. Dort gibt es auch einen Link zum Spiel.

Den Publikumspreis erhielt das Team "MetaDrive", bestehend aus Ali Rabeh, Egor Spirin, Gilles Tanson und Raul Abdurakhmanov.  Die vier Hacker schufen eine Web-App, die eine reale Umwelt simuliert, in der man RoboTaxis in der Münchner Innenstadt bestellen kann. Die Wege der automatisierten Autos und ihre Verteilung lassen sich beobachten. Nutzerinnen und Nutzer können sogar eine virtuelle Taxifahrt erleben. Auch dieses Team teilt seine Erfahrungen bei der Entwicklung der App auf einer Webseite, auf der sich auch der Link zum Ausprobieren befindet.

"Viele Unternehmen stellt die Digitalisierung vor große Herausforderungen", erläutert Prof. Florian Matthes. Er ist nicht nur Jurymitglied, sein Lehrstuhl stellt auch in jedem Jahr das Organisationsteam des "hackaTUM". In diesem Jahr waren es die Promovierenden Oleksandra Klymenko, Nektarios Machner, Tim Schopf sowie Dr. Daniel Braun. "Die Firmen suchen junge Informatikerinnen und Informatiker, die ihnen helfen, innovative Geschäftsmodelle und digitale Dienste zu entwickeln", so Prof. Matthes weiter. "Aus Sicht unserer Fakultät ist es für alle Beteiligten sehr attraktiv, sie direkt in unserem Haus räumlich und zeitlich zusammenzuführen. So entstehen noch mehr kreative Interaktionen und Synergieeffekte." Auch das Online-Format ist laut Oleksandra Klymenko sehr gut angekommen. "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren besonders von der tollen Kommunikation und Atmosphäre begeistert - trotz des Online-Formats", fasst die Doktorandin die Rückmeldungen zusammen. "Auch die Überraschungen, die wir vorab vorbereitet haben, kamen super an, so zum Beispiel eine virtuelle Version unserer Fakultät für Informatik, die wir in gather.town erstellt haben um interaktive Kommunikation und Networking zu ermöglichen." Damit die teilnehmenden Hacker/Haecksen-Teams auch zu Hause zu Höchstform auflaufen und ihre Kräfte im Leistungstief wieder mobilisieren können, wurde das Orgateam schon im Vorfeld aktiv: in 600 Goodie-Paketen erhielten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von "hackaTUM" per Post kostenlos neben kleinen Geschenken insgesamt 200 Kilo Snacks und150 Liter Energy Drinks. Außerdem gab es Lieferando-Gutscheine. Für das Orgateam hat sich der große Arbeitsaufwand zur Vorbereitung und Durchführung des Hackathon, den es in seiner Freizeit abgeleistet hat, gelohnt. Den Teilnehmenden bot sich wie immer die einzigartige Gelegenheit mit unterschiedlichen namhaften Firmen in Kontakt zu treten, neue Freundschaften zu schließen und neue Ideen auszutauschen."Natürlich ist es sehr aufwändig, nebenbei einen Hackathon zu organisieren", so Oleksandra Klymenko. "Doch ein solches Event bietet für alle Teilnehmenden so viel mehr als nur coden: Ideen, Spaß, Zusammenhalt. "

Die Siegerteams:

Microsoft:

SAP:

Bloomberg:

Accenture:

Sixt:

Rohde & Schwarz:

Quantstamp:

Zeiss:

Interhyp Gruppe:

Landeshauptstadt München: