Hoare, Sir Charles Antony Richard

University of Oxford

Preisverleihung auf der Festveranstaltung „40 Jahre Informatik in München“: TU München vergibt Friedrich L. Bauer-Preis an Tony Hoare

Sir Charles Antony Richard Hoare, emeritierter Informatikprofessor an der Universität Oxford, erhielt am 26. Oktober 2007 den Friedrich L. Bauer-Preis 2007 der TU München. Der mit 25.000 EUR dotierte Preis wird in Anerkennung seiner international herausragenden wissenschaftlichen Leistungen bei der Grundlegung der Informatik vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Veranstaltung „40 Jahre Informatik in München“ statt. 

Hoare wurde 1977 an der Universität Oxford Professor und ist leitender Forscher bei Microsoft Research in Cambridge, England. Er ist Träger des Kyoto-Preises (2000) und des Turing Awards (1980), den er für seine grundlegenden Errungenschaften bei der Definition und Entwicklung von Programmiersprachen bekam. Der Turing Award gilt als der „Nobelpreis für Informatik“. Hoare studierte Philosophie und belegte Kurse in Statistik, Programmierung und computergestützter Sprachübersetzung. Im Verlauf dieser Arbeiten entstand der bekannte Quicksort-Algorithmus, der heute noch von Softwareentwicklern zum Sortieren von Daten genutzt wird. Er gilt als besonders effizient und wird als Standardalgorithmus im Informatikstudium gelehrt. Außerdem ist Sir Charles für den Hoare-Kalkül bekannt, ein logischer Formalismus, um die Korrektheit von Programmen zu beweisen. 

Der Friedrich L. Bauer-Preis wurde erstmals 1992 verliehen und ist benannt nach Friedrich L. Bauer, der für die Informatik in München maßgeblich gewirkt hat. Mit dem Preis werden hervorragende Leistungen von Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Informatik gewürdigt und gleichzeitig Kontakte unter den Wissenschaftlern der beteiligten Institutionen vertieft. Er wird zum sechsten Mal vergeben.