Prof. M. Nießner und Team bei Digitalklausur der Bundesregierung

Vortrag zu "FaceForensics" und "KI developed in Germany"


Prof. M. Nießner, Dr. J. Thies und M.Sc. A. Rössler (hinten v. l.) bei der Digitalklausur auf Schloss Meseberg mit Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Scholz.

Am 17. und 18. November 2019 traf sich die Bundesregierung zur Digitalklausur auf Schloss Meseberg. Hier wurden Maßnahmen und Strategien beschlossen, um Deutschland fit für die digitale Zukunft zu machen. Dabei bestimmten vier zentrale Fragen die Klausurtagung: Ist unsere Infrastruktur als Fundament gut genug, um die Digitalisierung voran zu treiben? Wie sieht die moderne digitale Verwaltung aus? Schaffen wir es in einer von Daten getriebenen Welt eine verantwortungsvolle und innovative Wertschöpfung zu erhalten? Und was machen digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz und Blockchain mit unserer Gesellschaft?
Die Bundesregierung habe sich „auf den Weg gemacht, die Digitalisierung zum Wohle der Menschen anzuwenden, unseren Wohlstand zu mehren und die Souveränität der Bürgerinnen und Bürger zu erhalten“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vizekanzler Olaf Scholz.
Am zweiten Tag der Veranstaltung drehte sich alles um neue Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz und um digitale Zahlungsmittel. Es ging um Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz, beispielweise durch sogenannte „Deepfakes“ - durch KI gefälschte Bilder und Videos, die nicht vom Original zu unterscheiden sind. Prof. Matthias Nießner, Dr. Justus Thies und Andreas Rössler vom Visual Computing Lab waren Gäste der Veranstaltung. In einer Präsentation informierte Prof. Nießner die Bundesregierung über die Missbrauchsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz mit speziellem Blick auf die Software "FaceForensics". Dieser von Nießner und seinem Team entwickelte Algorithmus erkennt Fake-Videos im Netz. Des weiteren diskutierte Nießner mit der Bundesregierung auch über „KI developed in Germany“. Dabei zeigte nicht nur die Kanzlerin großes Interesse an den Aktivitäten des Visual Computing Lab. Besonderes Lob für Forschung und Lehre im Bereich „Deepfakes" an der TUM gab es von der Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär: „Im Bereich Deep Learning und Deepfakes sind wir weltweit mit an der Spitze."