RoboCup-Weltmeisterschaft 2014: Vizeweltmeister in der RoboCup Logistics League

Sebastian Brunner, Sebastian Denz, Sebastian Fischer, Christoph Ihrke, Sören Jentzsch, Stefan Profanter, Sebastian Riedel

oben: Christoph Ihrke, Sebastian Riedel, Sebastian Denz, Sebastian Fischer, Stefan Profanter (v.l.n.r.), unten: Sebastian Brunner, Sören Jentzsch (v.l.n.r.), Copyright: Clemens Beckmann

Copyright: Clemens Beckmann

Im Rahmen des RoboCup 2014 in João Pessoa, Brasilien, kämpften zehn Teams aus der ganzen Welt um den Weltmeistertitel der RoboCup Logistics League. Mit dabei war das Team „Bavarian Bending Units“ des TUM-Lehrstuhls für Echtzeitsysteme und Robotik (Prof. Alois Knoll) und des DLR. Sie überzeugten insbesondere durch die gute Zusammenarbeit der drei autonomen Roboter inklusive dynamischer Kollisionsvermeidung und Lokalisierung und wurden Vizeweltmeister. Schon in den vergangenen Jahren konnte sich das Team gegen die Konkurrenz durchsetzen und brachten schon dritten Mal den Weltmeistertitel mit nach Hause. 

Der RoboCup wurde 1997 mit dem Hauptziel gegründet, bis zum Jahre 2050 ein Roboter-Fußballteam zu entwickeln, das gegen den amtierenden FIFA-Fußballweltmeister gewinnen kann. Neben der Austragung von Roboter-Fußballspielen haben sich im Laufe der Jahre noch weitere Disziplinen entwickelt. So konnten sich die Teilnehmer beim RoboCup in João Pessoa zusätzlich in den Bereichen Rescue, @Home, @Work, Logistics League und RoboCup Junior beweisen.

Die Logistics League wurde 2011 als Demonstrationsliga ins Leben gerufen und wird seitdem von der Festo AG gesponsert. Seit 2012 gehört sie zu den Major Leagues des RoboCups und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Zehn internationale Teams aus den Ländern Brasilien, Japan, Ägypten, Mexiko, Schweiz, Frankreich und Deutschland traten vom 21. - 24. Juli 2014 gegeneinander an.

Die Aufgabe der Logistics League: Mit jeweils drei Robotern (Robotino der Festo AG als Basisplattform) sollen logistische Aufgaben innerhalb eines dynamischen Produktions-Umfelds gelöst werden. Nicht zuletzt auch dadurch, dass zwei konkurrierende Teams gleichzeitig in derselben Produktions-Umgebung agieren, ergeben sich zahlreiche Herausforderungen. Die „Bavarian Bending Units“ überzeugten in dieser Klasse als amtierende Weltmeister insbesondere durch die effiziente Zusammenarbeit der drei autonomen Roboter inklusive dynamischer Kollisionsvermeidung und Lokalisierung. Sie mussten sich im Finale nur dem Kooperations-Team Carologistics der RWTH und FH Aachen geschlagen geben. Nächstes Jahr wird die Logistics League auf echte modulare Produktionsmaschinen („Modular Production System“) und Werkstücke umsteigen.

Die "Bavarian Bending Units" suchen noch engagierte und motivierte Studentinnen und Studenten, die Lust haben unseren Verein als Entwickler (gute C++ Kenntnisse vorausgesetzt) oder im Bereich der Presse-, Medien- oder Sponsoring-Arbeit zu unterstützen! Bei Interesse bitte an Sören Jentzsch (jentzsch@in.tum.de) wenden.

Weitere Informationen
http://www.bbunits.de